In fünf Tagen zum virtuellen LEDVANCE-Messeauftritt

Ledvance FrontIn der Theorie sind virtuelle Messestände schon länger ein Thema, aber sie wurden selten eingesetzt. Das Studio Bachmannkern setzte für den abgesagten LEDVANCE-Auftritt von LEDVANCE, eines der weltweit führenden Unternehmen in der Allgemeinbeleuchtung für professionelle Kunden und Endkonsumenten, auf der verschobenen Light+Building in Rekordzeit einen rein digitalen Messeauftritt um.

Bachmannkern Ledvance InnenansichtUm mit seinen weltweiten Kunden in Zeiten von Veranstaltungsabsagen und Reisebeschränkungen trotzdem kommunizieren und die neuen Produkte vorstellen zu können, entschied sich LEDVANCE kurzfristig für einen „digitalen Zwilling“ des geplanten realen Messestandes, der bereits beim Messebauer auf die LKWs gepackt war. Ein fünfköpfiges Team aus Designern und Architekten von Studio Bachmannkern passte zusammen mit Programmierern die vorhandenen 3D-Daten für die virtuelle und interaktive Version an. Eine besondere zeitliche Herausforderung war die realistische Darstellung der vielen Produkte, die mit vertiefenden Informationen und eingebundenen Medien versehen werden mussten.

Bachmannkern LedvanceBei den Unternehmen sind viele Messeprojekte in der Planung. Im Augenblick lässt sich in vielen Fällen nicht absehen, wie die Messen stattfinden und wie das Besucherverhalten sich entwickeln wird. Deshalb sind gerade jetzt „digitale Zwillinge“ von Messeständen für die reale und virtuelle Messekommunikation sinnvoll. Da Studio Bachmannkern mit 3D-Software schon in der Konzeptphase recht detailliert arbeitet, ist der Aufwand überschaubar einen „digitalen Zwilling“ zu erzeugen, der dann auch aus der Ferne alternativ oder exklusiv virtuell erlebbar ist.

Bachmannkern Ledvance Hotspot Grundriss Welcome DeskEgal ob eine Messe abgesagt, verschoben wird oder wichtige Besucher nicht kommen, so haben die Aussteller immer die Möglichkeit und die Sicherheit, mit ihren wichtigsten Kunden und Zielgruppen zu kommunizieren. Dirk Bachmann-Kern, CEO von Studio Bachmannkern, empfiehlt: „Eine Virtuelle Variante sollte man fest einplanen, um den wirtschaftlichen und kommunikativen Schadenfall einer Messeabsage oder -verschiebung abzudämpfen."

Studio Bachmannkern arbeitet gerade an der Integration von echten interaktiven Elementen, die Austausch wie bei einem Online-Game ermöglichen.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi für Studio Bachmannkern GmbH

Abbildungen: Studio Bachmannkern GmbH

Derzeitige Schadenswirkung des Corona-Virus auf die Messebaubranche: 426 Mio. EUR

Famab Logo neuFAMAB fordert schnelle und unbürokratische Unterstützung für geschädigte Unternehmen

Die Messebaubranche wird durch den Ausbruch des Corona-Virus im extremen Ausmaß getroffen. Durch Kombination von Absagen von Ausstellern, sowie Absagen oder Verschiebungen durch Veranstalter finden derzeit 80% der geplanten Messen nicht statt.

„Was da gerade über uns hereinbricht, würden Meteorologen als den perfekten Sturm bezeichnen“, erklärt Jörn Huber, Vorsitzender des FAMAB e.V. „Die Unternehmen unserer Branche sind dieser Situation ohne Handlungsoptionen regelrecht ausgeliefert und benötigen dringend Hilfe“. „Wir beobachten die gesellschaftlichen und politischen Strömungen in dieser Angelegenheit mit großer Sorge. Die Folgen für den gesamten Messestandort Deutschland – dem langjährigen Weltmarktführer – werden drastisch sein, wenn nicht sehr bald wieder vernunftgeprägtes Handeln einkehrt“.

Der FAMAB e.V. hat gemeinsam mit dem Research Institute for Exhibition and Live-Communication (R.I.F.E.L.) in einem ersten Schadenbericht der Deutschen Messebaubranche V 1.0 die aktuell abschätzbaren Schäden für die Unternehmen der Branche ermittelt. Demnach muss von einem akuten Schaden in Höhe von 426 Mio. EUR ausgegangen werden. Dieser Schaden beruht ausschließlich auf der Auswertung der bisher erfolgten Absagen/Verschiebungen durch die Veranstalter. Einzelne Absagen von Ausstellern auf Messen, die letztlich stattgefunden haben, sind nicht berücksichtigt.

Der gesamte volkwirtschaftliche Schaden beläuft sich derzeit auf 1.063 Mio. EUR. Auch hier muss festgestellt werden, dass der Schaden derzeit nur über einen verhältnismäßig kurzen Zeitraum erhoben werden konnte. Sollte sich die Situation rund um die Messen in Deutschland nicht kurzfristig und nachhaltig verbessern ist von einem Vielfachen des derzeit vorliegenden Schadens auszugehen.

„Hier ist nun schnelles und konsequentes Handeln der Politik erforderlich. Wir benötigen schnellstens ein Paket an geeigneten Maßnahmen. Eine ganze Branche mit 5.000 Unternehmen und 150.000 Mitarbeitern steht regelrecht auf dem Spiel“, Jörn Huber, Vorsitzender des FAMAB e.V.

Autor und Abbildung: FAMAB Kommunikationsverband e.V.

Messestand aus dem Drucker?

3d printed objects at Technology Hub in Milan, ItalyDie Rede ist natürlich nicht von Papiertigern, die bei Design-Thinking-Workshops mit Papier, Schere und Kleber als Stein der kreativen Weise entstehen. Die Frage ist, was bringt der 3D-Druck für Set- und Messebau?

Noch müssen sich die Messebauer mit ihren Sägen, Lagern, Hallen und Mitarbeitern vor Corona fürchten. Der Virus vermiest gerade der ganzen Branche nicht nur den Spaß, sondern wirft existentielle Fragen auf. Doch die Digitalisierung geht ja weiter.

Digitale Zwillinge real geplanter Messestände erweisen sich als Strohhalm der Aussteller, wenn die Messen verschoben oder gecancelt werden. So lässt sich immerhin virtuell kommunizieren und Produkte können trotzdem in den Markt eingeführt werden. Wer weiß, wer von den Kunden dann auf den Trichter kommt, dass ein Stand aus Bits und Bytes ein viel geringeres Risiko darstellt, als wenn Naturereignisse und Pandemien einen teuren Strich durch die Rechnung machen. Aber zurück zum Thema.

Das Internet of Things bietet mit 3Druck jetzt schon spannende Möglichkeiten. Dabei geht es nicht nur um Materialeinsparungen, die ein klarer Vorteil des additiven Verfahrens sind, bei dem weder Späne noch anderer Abfall anfällt, der entsorgt oder recycelt wird. Auch kreativ ist jetzt schon einiges drin. Exponate oder Deko-Objekte lassen sich jetzt schon herstellen. Es können spannende Texturen umgesetzt werden und durch Serienproduktion kleinerer Teile in handelsüblichen Druckern, lassen sich durch die Montage auch größere Flächen oder Räume schaffen, was von Künstlern im kleineren Rahmen schon gemacht wurde. Kleine Metallteile lassen sich aus Edelstahl, Bronze, Titan oder Aluminium „drucken“. Auch Beton ist möglich und erste Brücken sind in den Niederlanden oder China schon im Einsatz. Für den Messe- und Setbau ist Biokompositmaterial interessant. Allerdings trübt die gute CO2-Bilanz bei der Herstellung die Bilanz am Ende bei der Entsorgung, wenn die zugemischten Polymere erdölbasiert sind. Auch die Schwerentflammbarkeit ist eine Herausforderung. Einige Filamente, das sind die „Drähte“ des Kunststoff-Rohmaterials, sind schwer entflammbar nach Normen zur Brennbarkeit von Kunststoffen für Teile in Geräten und Anwendungen, einige auch nach B1.

Wie im Fall der Atomautos oder anderer SciFi-Fantasien, wird es wohl nie dazu kommen, dass ein gewaltiger Printer in einer Messehalle den Stand aus dem Nichts druckt. Aber die additive Fertigung von Scenografien durch 3D-Druck bietet faszinierende Perspektiven. Seien wir doch einfach mal kreativ!

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bildquelle: Depositphotos - Mailand 21. April 2017. Gedruckte 3D-Objekte im Technologiezentrum, internationale Veranstaltung für innovative und futuristischen Technologien. Foto von tinx

FOTOBODEN™ gewinnt Druck & Medien Award 2019

druckmedienawards300dpi 1Was haben Schloss Neuschwanstein, die Nachwuchsmodels von „Germanys Next Topmodel by Heidi Klum“ und der Fußballverein KFC Uerdingen 05 mit Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz gemeinsam? Alle drei nutzen das Gewinnerprodukt des 15. Druck & Medien Awards 2019: den vielfach ausgezeichneten “Fotoboden”.
Das Gewinner-Unternehmen, die visuals united AG mit Sitz in Kaarst, überzeugte mit seinem fotorealistisch bedruckbaren Vinylboden, der Bodenbeläge von bis zu 20 Metern an einem Stück sowie Flächen von 1.000 m² und mehr ermöglicht. Das Besondere: Fotoboden ist sowohl innen als auch außen an nahezu allen Orten einsetzbar. Nach drei Jahren auf dem Podium hat das visuals united-Team um Timo Michalik mit dem Sieg in diesem Jahr endlich das oberste Treppchen erklommen, gewann mit dem individuell bedruckbaren Vinylboden in der Kategorie „LFP-Drucker des Jahres“ den Druck & Medien Award in Gold.

Seit 2005 zeichnet die Fachzeitschrift „Deutscher Drucker“ in jedem Jahr die Besten der Printbranche aus, gilt als wichtigste Auszeichnung der Druckindustrie. Die hochkarätige Jury besteht aus 25 neutralen Experten, unter anderem Prof. Dr. Uwe Jäger von der Hochschule für Medien in Stuttgart, Knud Schlaudraff, Managing Director von Ogilvy Germany und Markus Schmitz, Unit Leader Marketing Production bei der C&A Mode GmbH & Co.KG.

Prämiert werden Produkte sowie die dahinterstehenden Kompetenzen, Betriebe und Personen der Druck- und Medienbranche. Verliehen wurden die Preise am 24. Oktober im Berliner Grand Hyatt. Durch den Abend führte die bekannte Moderatorin Ruth Moschner. Der individuell bedruckbare Vinylboden des Kaarster Teams konnte besonders durch seine Vielfältigkeit punkten: Zum Schutz vor Abnutzung durch drei Millionen Touristen pro Jahr wird der historische Mosaikboden in Schloss Neuschwanstein seit 2015 durch ein fotorealistisches Replikat geschützt – natürlich durch einen Fotoboden mit dem Originalmotiv des historischen Bodens. Die Nachwuchsmodels von Heidi Klum durften ebenfalls über einen Laufsteg aus dem Hause Fotoboden laufen – bei dieser Sendung war eine Landebahn-Optik gefragt. Und auch der Fußball-Weltmeisters Kevin Großkreutz wird durch einen Fotoboden aus Kaarst in der Kabine auf das Spiel eingestimmt.

Timo Michalik, Erfinder von Fotoboden sowie Gründer und Vorstand der visuals united AG, ist überglücklich. „Mit dieser Auszeichnung haben wir einen weiteren Beweis für die Innovationskraft in Deutschland: Gute Ideen, mit deutscher Gründlichkeit in die Realität umgesetzt, schaffen sich eben einfach durch die hervorragende Qualität des Produkts, einen eigenen Markt“. Pro Jahr fertigt das mittelständische Unternehmen über 1.000 individuelle Kundenprojekte für den stationären Handel, für Messen, Museen, TV-Produktionen und Ausstellungen.

Autor: visuals united AG
Bildnachweis: Erneut wird Fotoboden bei den Druck & Medien Awards 2019 als „LFP – Drucker des Jahres“ ausgezeichnet. (Bild: Fotoboden)

Seit Jahren erfolgreich: Nintendo und Artlife auf der Gamescom

Nintendo GC19 Stand Architektur 1Jubiläum für Nintendo Europe: In diesem Jahr präsentierte der japanischen Hersteller von Konsolen und Videospielen sich zum zehnten Mal auf der Gamescom in Köln. Zugleich war die diesjährige Messe für interaktive Unterhaltungselektronik, Video- und Computerspiele mit insgesamt 373.000 Besuchern aus über 100 Ländern erneut ein Rekordjahr.

Eine neue Bestmarke erreichte auch die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Nintendo Europe und Artlife im Rahmen der Gamescom. Bereits seit der Vorgänger Messe Games Convention unterstützen die Hofheimer Setbau-Experten Nintendo bei der Umsetzung der Messeauftritte. In diesem Jahr ist Artlife für die bauliche Inszenierung des Hauptstands und des Business Centers mit einer Gesamtfläche von 2.200 qm verantwortlich.

Mit 1.200 qm und dem Fokus auf Sympathie, Offenheit und Spaß bildete das von der Wiesbadener Kommunikationsagentur brandscape creative consultancy entwickelte Standkonzept ein deutliches Marken-Statement.

Eingefasst vom plakativen Rot der Marke Nintendo, erfüllte der dreigeteilte Stand verschiedenste Anforderungen. Eine Bühne inklusive Publikumstribüne, die sowohl live vor Ort als auch im Live-Stream funktionierte, 140 Spielstationen mit großzügigen und organisatorisch sinnvollen Wartebereichen und als Highlight die Präsentation der vier großen Nintendo Haupttitel auf eigenen, entsprechend der Titel gestalteten Standflächen. Auch kleinere Kommunikationsflächen für die zahlreichen Neuerscheinungen und ein USK-18 Bereich mit Einlasskontrolle waren auf dem Stand vertreten.

Nintendo GC19 Stand Architektur 2Mit der „Nintendo Battle Stage“ mit unterschiedlichen Turniersituationen auf der einen Seite und dem „Nintendo Playground“ auf der anderen, vereinte die große Bühne zwei Live-Showformate. Der „Nintendo Playground“, spiegelte als lebendiges Wohnzimmer liebevoll verspielt die Welt von Nintendo wider und bot ausreichend Platz für Mitmachaktionen, Interviews und Live-Gameplay. Die Bühnensituation konnte, je nach Ausrichtung der Show, flexibel mit individuell gefertigten Dekoelementen und Specials verändert werden.

Auch den Bau des ausschließlich für Presse und Händler vorbehaltenen Business Centers verantwortete Artlife. Der 1.000 qm große Bereich war mit zahlreichen Themen-, Presse- und Meetingräumen sowie Lounge- und Küchenbereiche ausgestattet. In dem abseits des Messegeschehens liegenden Business-Center, konnten sich Fachbesucher einen ersten Eindruck von den kommenden Spiele-Highlights für die Nintendo-Konsolen verschaffen.

Autor: Artlife GmbH

Bildnachweise: Nintendo Stand Gamescom 2019 - Artlife GmbH


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