Die gamescom 2026 hat ihre internationale Reichweite weiter ausgebaut. 368.000 Besucher aus 131 Ländern kamen zur Veranstaltung nach Köln. Gleichzeitig stieg die Zahl der Aussteller gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 1.743 Unternehmen aus 66 Ländern. Mit einem Auslandsanteil von 72 Prozent erreichte die Messe auf Ausstellerseite einen neuen Höchststand.
Auch bei den Besuchern nahm die Internationalität zu. Nach Angaben der Veranstalter reisten sechs Prozent mehr Menschen aus dem Ausland zur gamescom als im Vorjahr. Mehr als 36.000 Fachbesucher kamen nach Köln, rund die Hälfte davon aus dem Ausland. Die stärksten Zuwächse verzeichnete die Messe aus Brasilien, Kanada, den Niederlanden und den USA. Nach Angaben der Veranstalter nahm zudem der Anteil von Besuchern aus dem Top-Management zu.
Für die gamescom stand 2026 erstmals eine ausgebuchte Ausstellungsfläche von rund 233.000 Quadratmetern zur Verfügung. Ergänzt wurde die Präsenz der Unternehmen durch 48 Länderpavillons aus 41 Staaten. Damit unterstreicht die Veranstaltung insbesondere ihre Position als internationale Business-Plattform der Games-Branche.
„Die gamescom unterstreicht 2026 eindrucksvoll ihre Rolle als die zentrale Plattform der internationalen Games-Branche. Viele Bestwerte aus dem Vorjahr wurden nochmals übertroffen, vor allem bei der Internationalität und der Zahl der Aussteller“, sagt Felix Falk, Geschäftsführer des game – Verband der deutschen Games-Branche.
Neben dem Messegeschehen in Köln spielen digitale Formate weiterhin eine wichtige Rolle. Bis zum Samstagabend erzielten die digitalen Inhalte des Showprogramms nach Veranstalterangaben weltweit mehr als 624 Millionen Views. Allein 78 Millionen davon entfielen auf die gamescom Opening Night Live. Deutlich zulegen konnte die gamescom awesome indies show: Ihre Reichweite stieg um mehr als 670 Prozent auf 302.000 Views. Das digitale Community-Angebot gamescom epix kam auf 6,2 Millionen Page Views und damit rund neun Prozent mehr als im Vorjahr.
Neu im Programm war gamescom GDQ. Das internationale Speedrunning-Format Games Done Quick feierte in Köln seine Europa-Premiere und erhielt den gamescom Heart of Gaming Award.
Parallel wurde die Verzahnung der verschiedenen Veranstaltungsformate innerhalb der gamescom-Woche weiter vorangetrieben. Von der stärkeren Integration der Entwicklerkonferenz gamescom dev versprechen sich die Veranstalter eine engere Verbindung von Development, Business und Community. Die Konferenz verzeichnete 6.200 registrierte Teilnehmer und damit ein Plus von 15 Prozent.
Auch der gamescom congress war Teil des erweiterten Programms. Mehr als 1.100 Teilnehmer beschäftigten sich dort mit den Potenzialen von Games über die klassische Spiele- und Medienbranche hinaus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete den Kongress und besuchte als erster amtierender Bundespräsident die gamescom.
Die Entwicklung zeigt, dass sich die gamescom zunehmend als Veranstaltungsplattform versteht, die unterschiedliche Zielgruppen und Formate über eine komplette Woche miteinander verbindet. Neben dem klassischen Messegeschäft gehören Entwicklerkonferenz, Kongress, Shows, digitale Angebote und Community-Formate zum Konzept. Hinzu kommt das gamescom city festival, das 2026 rund 80.000 Menschen erreichte.
Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, sieht in der gestiegenen Internationalität eine Bestätigung für die Entwicklung des Formats: „Die gamescom bringt Menschen aus aller Welt zusammen und verbindet die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz von Games in einer einzigartigen Dimension.“
Die internationale Ausrichtung beschränkt sich inzwischen nicht mehr auf Köln. Mit der gamescom latam in São Paulo sowie der gamescom asia x Thailand Game Show in Bangkok verfügt die Marke über weitere Plattformen in Lateinamerika und Asien.
Quelle: www.blachreport.de
Abbildung: gamescom 2026 (Foto: Koelnmesse)