Corona-BrandEx als verpasste Chance

Stephan Schäfer MehdiEs war ein Abend unter Freunden. Freundinnen kamen kaum vor. Da waren die früheren Veranstaltungen bei den Protagonistinnen deutlich diverser. Es war vor allem ein Abend unter Best Buddys, die sich supergut kennen, Spaß hatten und rum flachsten. Projekte und deren Urheber kamen zeitlich und inhaltlich kaum vor.
Schade, dass damit eine große Chance verpasst wurde zu zeigen, was unsere Branche in einem einmaligen Krisenjahr so draufhat. Wir können nur hoffen, dass aus den Häusern von Altmaier oder Scholz niemand zugeschaut hat. So schlecht kann es uns doch anscheinend nicht gehen? Nein, wir wollen alle nicht immer nur jammern und auch mal was anderes als Covid, Covid, Covid hören. Aber wir sollten alles tun, um ernst genommen zu werden. Die parallele Show der Kanzlerin im Bundeskanzleramt hatte übrigens wieder nur schlechte Nachrichten für uns.

Für die Zukunft wünsche ich mir wieder mehr über die Gewinner-Projekte zu erfahren. Der USP eines solchen Award-Events ist doch -neben dem Feiern-, dass das nirgendwo sonst so gebündelt passiert. Die Zeit dazu wäre da gewesen, hätte man den Klamauk unter den Freunden reduziert. Und sollte es wieder eine virtuelle oder hybride Variante geben müssen, wünsche ich mir eine Dramaturgie und Inszenierung, die so eine Show zu einer Werbeveranstaltung für „digitale oder virtuelle Events“ macht.
Mir fehlte, dass wir eine ernstzunehmende Branche mit noch ernsteren Problemen sind, die aber auch seriöse und relevante Kommunikationslösungen schafft. Die Hoffnung für 2022 ist, dass man bei einem Live-Format wieder zu dem Hauptsinn des Events zurückfindet, nämlich die Award-Projekte vorzustellen und zu feiern. Das Motto für nächstes Jahr „Der Neustart“ sollte Ansporn und Leitmotiv sein.

Autor und Abbildung: Stephan Schäfer-Mehdi (Studio Bachmannkern)

38 Gewinner und eine Premiere beim BrandEx Award 2021

Trope Brandex2021BrandEx würdigt die besten Kreativleistungen des Jahres

In diesem Jahr lief alles anders. Berlin statt Dortmund, hybrid statt live und Küche im Spreespeicher statt Bühne in der Westfalenhalle. Mit einem trotzdem kurzweiligen und unterhaltsamen Hybrid-Event antworteten die Veranstalter des BrandEx Award 2021 auf die Pandemie-Bedingungen und inszenierten eine kultige Verleihung des nunmehr dritten BrandEx im Berliner Spreespeicher mit Aljoscha Höhn als Moderator.

Es war ein „Abend unter Freunden“, zu dem die Veranstalter eingeladen hatten und für den auch eine Auswahl der diesjährigen Gewinner für den Stream ins Studio am Berliner Osthafen zugeschaltet wurden. Mit ihnen führte Aljoscha Höhn Interviews zu den preisgekrönten Erfolgsprojekten, die er in Videos vorstellte und die auch auf der Webseite www.brand-ex.org zu finden sind. Von der Küche im Spreespeicher ins Wohnzimmer der Streaming-Gäste gab es spannende und informative Talks mit den einzelnen Jurysprechern und Branchenvertretern wie zum Beispiel Matthias Toben, der sich Corona-bedingt umorientieren musste und nunmehr erfolgreich Tiny Houses statt Messestände entwickelt.

Anders als in der Vergangenheit verliefen auch Trophäenvergabe und Siegerehrung. Für das Pandemiejahr verzeichneten die BrandEx Veranstalter 101 Wettbewerbseinreichungen und würdigten im ungewöhnlichen Rahmen herausragende Projekte der Live-Kommunikation in fünf Gewinnerclustern: Architecture, Planning/Craft/Production, Crossmedia, Event und Formats. Für das „Event“-Segment waren Einreichungen in den Kategorien „Best Brand Activation“, „Best Live PR“, „Best Motivation/Best Employee Event“, „Best Corporate Event“ und „Best Conference“ Einreichungen möglich. Das Segment „Architecture“ teilte sich auf in die Kategorien „Best Stand“, „Best Brand Architecture“, „Best Thematic Exhibition“ und „Best Store Concept“. In der Kategorie „Best Stand” konnten Teilnehmer ihre Beiträge in den Formaten „S“, „M“ und „L“ gemäß ihrer Projektgröße einreichen.

Das Segment „Crossmedia“ bestand aus den Kategorien „Best Integrated Brand Campaign“ und „Best Interactive Installation“. Der Bereich „Planning, Craft, Production“ ermöglichte die Teilnahme in den Kategorien „Best Craft“ und erstmalig in „Best Catering“. Die neue Kategorie „Formats“ unterteilte sich in die Unterkategorien „Best Tradefair“, „Best Festival“ und „Best New Format“.

38 Preisträger kamen in diesem Jahr auf das virtuelle Siegertreppchen und freuten sich über eine Trophäe, die für dieses besondere Jahr ebenfalls eine spezielle Ausprägung bekam: Im Berliner Spreespeicher wurden weder Gold-, Silber- noch Bronze-Auszeichnungen verliehen, alle Gewinner bekamen den weißen BrandEx Award der Special Edition.

Hinter dem digitalen Vorhang verbarg sich für die Gäste noch eine besondere und zusätzliche Überraschung: „BoB“, die Best of the Best-Liste des BrandEx Award, feierte in der Eventlocation am Spreeufer ihre öffentliche Premiere. Ab sofort präsentiert die Liste die „Best of BrandEx“. Das Ranking entstand mit dem Start des BrandEx 2019 und liefert eine qualitative Vergleichbarkeit der einzelnen Award-Jahrgänge. Es basiert auf einem Punktesystem und entsteht direkt aus den Jurybewertungen. Mit der BoB Liste lassen sich die Unterschiede im Niveau der Kreativleistungen der einzelnen Jahre identifizieren.

Mehr als 1.000 Teilnehmer folgten der Einladung am Mittwochabend zur kostenlosen und unterhaltsamen BrandEx Verleihung per Live-Stream. Zum Abschluss erhielten sie eine neue Einladung, denn „Dortmund sehnt sich nach Euch“. Dafür gab es eine Extra-Schalte in die westfälische Metropole. Im Pop-up Studio auf dem Messegelände begrüßten Eva und Charleen ihre digitalen Gäste und möchten sie demnächst auch wieder live empfangen, wenn am 9. Juni 2021 die BOE Red für zwei Tage ihre Tore auf dem Dortmunder Messegelände öffnet.

Autor: International Festival of Brand Experience
Abbildung: BrandEx Award (Foto: Oliver Wachenfeld)

Messewirtschaft fordert Konzept für Neustart

Auma logoDie Messewirtschaft fordert eine zeitnahe Perspektive für ihren Neustart als Ergebnis der am 3. März 2021 geplanten Ministerpräsidentenkonferenz. Vor genau einem Jahr mussten die ersten Messen abgesagt werden; seit Anfang März 2020 steht die Branche – mit einer kurzen Unterbrechung – still. Zum Neustart gehöre zunächst, Messen wieder als Business-Plattformen einzustufen, entsprechend der Entscheidung von Bund und Ländern vom 6. Mai 2020.
Wie vor zehn Monaten sollte mit der Öffnung des Einzelhandels auch die Durchführung von Messen wieder grundsätzlich zugelassen werden, denn in beiden Branchen gebe es sehr ähnliche Geschäftsabläufe und räumliche Strukturen, so der Vorsitzende des AUMA – Verband der deutschen Messewirtschaft, Philip Harting. „Messen sind Instrumente für die Geschäftsanbahnung, die Präsentation von Innovationen und für Kooperationsverhandlungen. Das gilt vor allem für den Mittelstand als Rückgrat der deutschen Wirtschaft. Gerade kleine und mittlere Firmen haben durch Messe-Absagen erhebliche wirtschaftliche Einbußen erlitten. Die Unternehmen brauchen dringend ihre Branchenplattformen.“

Vor allem aufgrund der langen Vorlaufzeiten für eine Messedurchführung ist die Politik gefordert, rechtzeitig verlässliche Rahmenbedingungen auf Basis der bisherigen Regelungen zu schaffen. Philip Harting: „Die Bundesländer haben im vergangenen Jahr detaillierte Vorgaben zur Durchführung von Messen in ihren Verordnungen erlassen. Darauf aufbauend haben die Messegesellschaften entsprechende Konzepte für den Gesundheitsschutz entwickelt und mit den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt. Auf dieser Basis sind im letzten Herbst mehr als 20 Messen erfolgreich und sicher durchgeführt worden. Diese Regelungen müssen nur reaktiviert werden.“

Grundlage für die damalige Zulassung von Messen seien insbesondere die exzellenten Rahmenbedingungen gewesen, die Messen bieten, wie großzügige Flächen zur Steuerung der Besucherströme, moderne Belüftungssysteme und die Vollregistrierung aller Teilnehmer. Diese Standards, die teilweise über den Anforderungen an den Handel liegen, seien bei der Entscheidung für die erneute Zulassung von Messen entsprechend hoch zu bewerten.
Sobald es die Entwicklung der Infektionszahlen zulasse, sollte auch der grenzüberschreitende Geschäftsreiseverkehr wieder ohne relevante Einschränkungen möglich sein, um auf den Messen ein Mindestmaß an Internationalität zu sichern. Relevanz für viele Wirtschaftsbranchen und für die Verbraucher hätten aber auch regionale Messen, die oft vergleichsweise kurzfristig organisiert werden könnten. Eine frühzeitige erfolgreiche Durchführung solcher Veranstaltungen werde eine wichtige Signalwirkung für das gesamte Messegeschäft haben.

Quelle: www.mice-business.de

Abbildung: AUMA Logo (Illustration: AUMA)

#AlarmstufeRot - Krise vs. Zukunft

AlarmstufeROT UmfrageLiebe/r Mitstreiter/in,

mit der Pandemie änderte sich alles schlagartig. Die Night of Light zeigte den enormen Drang nach Solidarisierung, kurz danach gründete sich die #AlarmstufeRot, tausende von Betroffenen haben sich auf den sozialen Netzwerken in nie geahnter Größe zusammengefunden. Durch spektakuläre Aktionen und Demonstrationen, begleitende Studien und prominente Unterstützer entstand innerhalb kürzester Zeit eine Bewegung, die für die gesamte Branche bundesweit für Hilfen und Anerkennung kämpft.

Die #AlarmstufeRot kümmert sich nunmehr seit 9 Monaten um eine Verbesserung der Hilfsprogramme, verhandelt mit politischen Entscheidern, stärkt das Wir-Gefühl einer Branche, die sich erstmalig als Ganzes versteht, vernetzt sich digital, regional, national und international. Das hat es in unserem Wirtschaftszweig so bisher nicht gegeben und das Feedback aus der Community ist voller Dankbarkeit, Engagement und Solidarität.

Schnell wurde der Ruf laut, unser Aktionsbündnis weiter zu festigen und daraus eine Community für die gesamte Live-Kommunikation zu machen. Eine starke Stimme für unsere Interessen auf Bundesebene. Eine neue Form von Verbundenheit schaffen, eine soziale Community mit unterschiedlichen Möglichkeiten, sich zu involvieren. Gleichzeit eine agile Truppe, die direkt aktiv werden kann und darf, wenn es die Situation erfordert und Alarm geschlagen werden muss; dennoch eine anerkannte und legitimierte Organisation, die die Interessen Ihrer Mitglieder und Unterstützer vertreten kann.

Wir haben uns im Initiatorenkreis in den letzten Wochen sehr oft mit der Frage befasst, wie es nach der Krise weitergeht. Wir müssen und wollen schon jetzt an die Zukunft denken. Es wird eine Zeit nach der Krise geben, in der wir den permanenten Alarmzustand verlassen haben. Uns ist allen bewusst, dass in der Vergangenheit bei der Lobbyarbeit und Interessenvertretung unserer Branche Schwachstellen zutage getreten sind - genau das ist auch der Grund, warum die Night of Light so große Teilnehmerzahlen mobilisieren und sich die #AlarmstufeRot mit einer so positiven Relevanz etablieren konnte.

Jetzt geht es darum, die Zukunft proaktiv zu gestalten – deshalb starten wir heute diese Umfrage. Denn wir möchten noch mehr erfahren darüber, wie Du über die Krise, den Umgang mit ihr sowie die Zeit danach denkst.

Danke, dass Du mitmachst, es dauert wirklich nur einige Minuten…

Zur Umfrage

365 Tage Event-Lockdown! - Wir kämpfen weiter für die umfassende und passgenaue Berücksichtigung unserer gesamten Branche!

KeepOnRockin
Euer Team von #AlarmstufeRot

Autor und Abbildung: #AlarmstufeRot

Countdown für digitale BrandEx Awardzeremonie läuft

brandex logoEin Abend unter Freunden – live im Wohnzimmer

In diesem Jahr ist alles anders beim BrandEx Award, und der Countdown für den digitalen Event läuft bereits. Am 3. März 2021 ist es so weit, der Stream von der Verleihung der BrandEx Awards 2021 startet um 18 Uhr. Alle sind herzlich eingeladen, beim „Abend unter Freunden“ dabei zu sein. Gesendet wird live in die Wohnzimmer der Gäste. Die Moderation übernimmt Aljoscha Höhn.

Die Kulisse bildet das Streaming Studio Berlin, das der diesjährige Hauptsponsor NIKKUS Veranstaltungstechnik gemeinsam mit den Kooperationspartnern Spreespeicher und KALUZA + SCHMID eingerichtet hat. Als eine der ersten Produktionen überhaupt darf das BrandEx-Team Gast im neuen Streaming-Studio der Hauptstadt sein. Aktuell schafft ein Team engagierter Branchenplayer den Rahmen für rund 90 kurzweilige Live-Minuten aus der Location. Kostenfreie Anmeldungen für den Digital-BrandEx Award-Abend sind demnächst auf www.brand-ex.org möglich. Für internationale Besucher wird es auch einen englischen Stream geben.

Mit dem Online-Format zur Verleihung des dritten BrandEx Award trägt das Veranstalter-Team der Pandemie-geschuldeten Situation Rechnung. Garantiert ist ein unterhaltsamer Abend mit vielen Überraschungen aus dem Studio am Osthafen. Preisträger, Mit-Talker und Special Guests werden live dazugeschaltet.

Auszeichnungen gibt es für herausragende Projekte der Live-Kommunikation in fünf Gewinnerclustern: Architecture, Planning Craft Production, Crossmedia, Event und Formats. Zur Auszeichnung kommen die Preisträger per Live-Schalte dazu. Interviews mit den Jurysprechern und ein Talk am Kamin sind weitere Bestandteil des Award-Streams aus Berlin.

Für den BrandEx Award im Pandemiejahr verzeichneten die Veranstalter 101 Wettbewerbseinreichungen, die sich dem Voting einer hochqualifizierten Jury stellten. Für ihre erfolgreichen Projekte des vergangenen Jahres werden insgesamt 38 Preisträger ausgezeichnet. Anders als in den Vorjahren gibt es beim dritten BrandEx Award aber keine Gold-, Silber- und Bronze-Trophäen: Alle Gewinner bekommen den BrandEx Special Award in Weiß.

Der „Abend unter Freunden“ hat auch noch eine Überraschung zu bieten: die Präsentation der aktuellen Best of Best-Liste – kurz BoB. Das Ranking ermöglicht eine qualitative Vergleichbarkeit zwischen den einzelnen Award-Jahrgängen. Es basiert auf den Jurybewertungen der vergangenen Jahre. Berücksichtigung finden alle Nominierten. „BoB“ als „Ewige-Besten-Liste“ wird anschließend auf der BrandEx-Webseite veröffentlicht und im Jahresrhythmus aktualisiert.

Im März stehen die Vorzeichen noch auf digitale Ereignisse, drei Monate später hoffentlich wieder auf Live-Erlebnisse – vom 9. bis 10. Juni 2021 wollen die Gastgeber des BrandEx Award ihre Teilnehmer und Gäste dann zur BOE Red auf dem Dortmunder Messegelände begrüßen.

Sponsoren des BrandEx Award 2021
Aljoscha Höhn, Moderation
astronaut GmbH, Media Content
crossover communication GmbH, Gestaltung und Social Media Kommunikation
KALUZA + SCHMID GmbH, Möbelverleih, Setbau, Dekoration – Interior Design
Neumann & Müller GmbH & Co. KG, RSI Technikpartner: RSI Hub Stuttgart
NIKKUS Veranstaltungstechnik GmbH, technische und digitale Produktion
Oliver Wachenfeld Fotodesign, Fotografie
Pascal Rohé, Fotografie
Spreespeicher Event GmbH, Location Streaming Studio Berlin im Spreespeicher
up and friends gmbh, Regie
Verband der Konferenzdolmetscher (VKD) im BDÜ e.V., Simultanverdolmetschung und Übersetzungen
vidivent GmbH, Eventplattform

Autor: International Festival of Brand Experience
Logo: BrandEx (Illustration: BrandEx)


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