Ein frommer Wunsch zum Jahresende

Alice1gemeinfrei linksViele persönliche Gespräche in den letzten Monaten zeigen, dass unsere Branche durchaus gespalten ist. Die Sehnsucht nach einem Back-to-live und einem zurück in die alte Normalität ist groß. Das hat nicht nur mit liebgewonnen Gewohnheiten oder starren Businessmodellen zu tun. Unzählige Vidoekonferenzen und Streamings später und auch nach einigen hybriden und digitalen „Events“, würde man doch am allerliebsten wie die Heldin in Lewis Caroll Buch „Alice hinter den Spiegeln“ den Platz vor dem digitalen Endgerät verlassen und in den Screen steigen, um die Welt dorthinter immersiv zu erleben und beiden Abenteuern anderen Heldinnen und Helden zu begegnen.

Der erneute Lockdown in vielen Ländern zeigt andererseits, die Digitalisierung der Formate war und ist unumgänglich. Selbst hybrid geplante Formate mit wenig Live-Publikum vor Ort wurden wieder undurchführbar, wie es zum Beispiel der Raumweltenkongress kurz vor seinem Going-live erleben musste und auch der eine oder andere Corporate Event. Von daher bräuchte es nicht einmal die manchmal aufgesetzte oder auch echte Euphorie für das Neue, sondern einfach nur den schlichten Überlebenswillen. Aber der wird alleine nicht ausreichen, um die Zeit bis zum erfolgreichen, schnellen und sicheren Durchimpfen der Weltbevölkerung durchzuhalten.

Ich würde mir mehr Mittel für Experimente wünschen. Das wäre mein Wunsch zum Ende des Jahres und auch dieses Beitrags. Hier wäre Politik gefordert das zu ermöglichen. Denn die Branche kann das in der erforderlichen Form nicht, angesichts des nach wie vor existentiellen Drucks. Videokonferenzen oder die Adaption von TV-Sendungen sollten nicht in der Masse der Projekte nicht das sein, was vom Alltag übrigbleibt Es wäre schade, wenn wir erst im Rückblick das ganze Potential neuer Formate erkennen, um es zu entwickeln.

In den nächsten Beiträgen werde ich Ansätze thematisieren, wie Inszenierung und Dramaturgie auch digitale Kommunikation erlebbar machen.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi
Abbildung: John Tenniel - Alice through the looking glass (Wikipedia, gemeinfrei)

BOE INTERNATIONAL - Neuer Termin im Juni 2021

BOE VerschiebungDie BOE International wird vom Januar in den Juni 2021 verschoben. Um die notwendige Planungssicherheit für alle Beteiligten zu gewährleisten, findet die internationale Fachmesse für Erlebnismarketing, welche seit Jahren den erfolgreichen Jahresauftakt für die Branche am Messestandort Dortmund bildet, damit erstmalig im Sommer statt.

Bisheriger Termin BOE: 20. - 21. Januar 2021

Neuer Termin BOE Red2021: 9. - 10. Juni 2021

Gemeinsam mit einem Bündnis der einflussreichsten Initiativen und Ver­bände der deutschen Veranstaltungswirt­schaft macht sich die BOE stark für eine schnelle Rückkehr zu einer neuen Corona-Normalität für die Messe- und Veranstaltungsbranche. Um ein Zeichen gegenüber Politik und Öffentlichkeit zu setzen, wird die nächste Ausgabe der Messe unter dem Namen BOE Red2021 stattfinden.

Quelle und Abbildung: Messe Dortmund GmbH

BlachReport startet Umfrage zum Eventdienstleister-Ranking

Blach FBZum Ende eines für die Veranstaltungsbranche extrem schwierigen Jahres will die Redaktion des BlachReport trotzdem wissen, welche Eventdienstleister bei ihren Kunden als besonders kompetente Partner gelten und welche Locations oder Venues am beliebtesten sind. Um diese Fragen zu beantworten, bittet die Redaktion direkt bei den Auftraggebern von Veranstaltungen um ein Votum. Die Umfrage erfolgt online und ist bereits gestartet. Das Umfrageformular steht auf der Website www.aktivmedia.biz zur Verfügung.

Die Top-10-Ergebnisse in den Sparten „Eventbeleuchtung“, „Eventbeschallung“, „Bühnen- und Messebau“, „Video-/Medientechnik“, „Gesamtdurchführung“, „Beste Eventlocation“, „Beste Eventdestination“, „Bester Eventcaterer“ und „Bester Non-Food-Eventcaterer“ werden dann Anfang 2021 in den Medien von AktivMedia veröffentlicht.

Votings sind bis zum 30. November 2020 möglich. Gewertet werden alle identifizierbaren Rückläufe – also persönliche Stimmabgaben. Ausgeschlossen sind lediglich mehrfach abgegebene Stimmen, Eigenbewertungen und anonyme Votings.

Quelle und Logo: www.blachreport.de

Das Licht am Ende des Tunnels ist fragil

Be a VoiceDie gute Nachricht: der Corona-Impfstoff kommt. Auch wenn erst eine sogenannte Phase3-Stufe der klinischen Prüfung vor der Zulassung abgeschlossen ist, gibt das Hoffnung. Außerdem sind auch andere Unternehmen und Institute an weitern Impfstoffen dran. Aber die Verteilung und Durchimpfung der Bevölkerung, vor allem weltweit, wird noch bis mindestens Ende 2021 dauern. Aber das ist nicht eigentlich der zweite Teil, die schlechte Nachricht, sondern die unverbesserliche Haltung der Politik im Bund und auch Ländern, der Live-Kommunikation nicht die Hilfen zu gewähren, die sie braucht. Das gerade jetzt, wo es Hoffnung gibt.

Schon die über 20 Milliarden der letzten Pakete waren kein „Wumms“, wie der Bundesfinanzminister Olaf Scholz lautstark im Sommer versprach, sie waren noch nicht einmal ein „Wümmschen“. Es sind so viele Mittel noch nicht abgerufen, weil sie einfach an den Bedürfnissen der KMUs und Soloselbständigen vorbeigehen, dass jetzt die „Novemberhilfe“ davon finanziert wird. Aber auch die, das zeichnet sich ab, ist für uns mehr eine PR-Luftblase, denn eine echte Überlebenshilfe. Es sei den Theatern, Opernhäusern, Kleinkunstbühnen, Gastronomen, Vereinen oder Künstlerinnen und Künstlern gegönnt. Aber auch diese Begünstigten werden sehen, dass durch die Anrechnung der anderen Überbrückungshilfen I und II, sowie Kurzarbeitergeld, die Hilfe deutlich geringer ausfällt, als erhofft.
Die Live-Kommunikation wird dagegen oft leer ausgehen und aus Sicht der Bürokratie nicht hilfeberechtigt sein. Denn viele Unternehmen sind ja schon seit März betroffen und können gar nicht mehr konkrete Ausfälle im November geltend machen. Hier wird auf eine Überbrückungshilfe III verwiesen, die aber noch in Arbeit ist. Aber auch hier besteht wenig Hoffnung, dass das der große Wurf wird.

Während der Bundesfinanzminister Olaf Scholz in Talkshows und Fernsehauftritten von den Hilfen redet, führen die Finanzämter die Betriebsprüfungen weiter mit der üblichen Härte durch. Schließlich wollen die Hilfspakete ja finanziert werden, könnte man zynisch konstatieren. Der Bundeswirtschaftsminister ist übrigens auch keine Hilfe. Wenn dann auch noch Gerichte und Behörden bei den Corona-Demonstrationen in Berlin oder Leipzig versagen, dann ist das Licht am Ende des Tunnels noch äußerst schwach und flackrig. Wie viele werden es nicht mehr schaffen? Also weiter durchhalten und kämpfen.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Logo (Illustration: #AlarmstufeRot)

Wird die Veranstaltungswirtschaft „vergessen“?

Be a VoiceDie Debatte im Bundestag zur pandemiebedingten Lage in der deutschen Veranstaltungswirtschaft hat der offenbar „vergessenen Branche“ genauso wenig geholfen wie das Sonderprogramm der Regierung für den November-Lockdown. Das ist jedenfalls die Ansicht beim Aktionsbündnis #AlarmstufeRot.

Die Regierung hat ein Sonderprogramm aufgesetzt, das nach der Demonstration von #AlarmstufeRot am Mittwochabend vergangener Woche kommuniziert wurde. Beides ist nach Aussage eines Sprechers aus dem Aktionsbündnis #AlarmstufeRot „dennoch kein Grund zur Freude für die Menschen in der deutschen Veranstaltungswirtschaft“.
Eine weitere Schwachstelle des Sonderprogramms besteht darin, dass mittelbar betroffene Dienstleister nicht berücksichtigt werden. Soloselbständige, Einzelunternehmer und mittelständische Unternehmen gehen demnach leer aus. Denn wenn eine Veranstaltung nun ausfällt, etwa ein Konzert, wird der Veranstalter entschädigt. Nicht berücksichtigt sind allerdings Menschen, die beispielsweise die Bühne liefern und aufbauen, das Licht und die Tonanlage installieren und steuern. Der Veranstaltungsausfall ist für sie genauso schädigend wie für den Hauptorganisator. Sie werden im aktuellen Sonderprogramm im Stich gelassen. Außerdem wird kritisiert, dass Betriebe mit mehr als 249 Mitarbeitern noch immer nicht im Programm berücksichtigt sind. Der vorgesehene Bezugszeitraum für die Berechnung der Entschädigung ist mit einem Monat, nämlich dem November 2019, an den Realitäten der Veranstaltungswirtschaft vorbeigeplant. Nötig ist es, mindestens den Quartalsdurchschnitt zugrunde zu legen.

Abschließend ist es zwingend erforderlich, dass Entschädigungszahlungen im Rahmen des aktuellen Sonderprogramms bei Soloselbständigen und Einzelunternehmen nicht von der Grundsicherung abgezogen werden. #AlarmstufeRot ruft die Regierung dringend zur Nachschärfung der aktuellen Beschlüsse auf.

Quelle: www.mice-business.de

Logo (Illustration: #AlarmstufeRot)


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