Messen möglich machen

Depositphotos ecorossDie Nachrichten sind nicht gut. Darüber täuscht das Fazit des unlängst beendeten Caravan-Salons nicht hinweg. Die Veranstalter ziehen zwar ein positives Fazit, aber ein Aufbruch ist weder von der Publikumsmesse, noch von der IFA zu spüren. Gerade hat die Messe Frankfurt ihre Messen bis Frühjahr faktisch abgesagt. Die ISH findet nur digital statt und Ambiente oder Heimtextil sind auf die zweite Jahreshälfte verschoben. Ob sie dann aber stattfinden, wird vom Pandemiegeschehen abhängen. Viele bisherige Aussteller aus dem BtoB-Bereich wollen den großen Invest, der einer kurzfristigen Absage gegenübersteht, nicht riskieren. Auch das mögliche Ansteckungsrisiko für Mitarbeiter und Messebesucher wird eine Rolle spielen.

Letztendlich werden die Messegesellschaften, die zumeist in öffentlicher Trägerschaft mit Länder- und kommunalen Beteiligungen sind, 2020 und 2021 auch rote Zahlen schreiben. Zum Einnahmeverslust addieren sich Investitionen für digitale Konzepte und Plattformen. Wäre es nicht sinnvoller, einen Teil der Hilfsprogramme den Messegesellschaften zur Verfügung zu stellen, um Ausstellern einen möglichst risikofreien Auftritt zu ermöglichen. Das heißt, die Standfläche werden kostenlos vergeben. Aussteller haben nur das finanzielle Risiko für die sonstigen Kosten und beschäftigen Agenturen, Messebauer, Technikfirmen. So würde immerhin die Arbeit finanziert. Und das Thema Nachhaltigkeit könnte man auch damit verknüpfen.

Wir müssen einfach neue Wege gehen, sonst wird in einem Jahr die Hälfte der Branche mit ihrer potentiellen Wirtschaftskraft verschwunden sein. Es müssen Mut, Experimente und Fördermittel her, die Live-Kommunikation ermöglichen.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Abbildung: Depositphotos - ecoross

Sauberlampe stellt UV-C Equipment für Eventlocations vor

GoldenSeaSauberlampe by GoldenseaUV hat eine Reihe neuer UV-C Desinfektionsprodukte mit Wirksamkeit gegen das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 vorgestellt. Zu den Anwendungsbereichen zählen Besprechungsräume, Messen, Konferenzzentren oder auch Eventlocations. Dafür stehen unter anderem passende Lösungen für Rasterdecken zur Verfügung. Sauberluft Equipment ist zudem so gestaltet, dass sich durch das Öffnen von drei Klappen das Gerät in eine Oberflächendesinfektionslampe mit allen erforderlichen Sicherheitsmerkmalen umwandeln lässt.

Die UV-C Desinfektionsprodukte von Sauberlampe by GoldenseaUV lassen sich in drei Kategorien einteilen:

• Oberflächenreinigung
• Luftreinigung
• Reinigung von Gegenständen

Die Wirksamkeit zur Desinfektion ist maßgeblich von der UV-Dosis abhängig. Darum hat Sauberlampe verschiedene Produkte für unterschiedliche Raumgrößen von fünf bis 480 qm Fläche entwickelt. Die Produkte sind geeignet für die direkte Bestrahlung von menschenleeren Räumen und gleichzeitig mobil beziehungsweise portabel nutzbar. Das ermöglicht einen flexiblen Einsatz und ein überschaubares Investment.

Die Sauberluft Geräte sind passend dimensioniert, um den Anforderungen in Bezug auf den Reinigungsgrad der Luft, die Zirkulation und den Betriebsgeräuschen gerecht zu werden. In einem konkreten Beispiel bedeutet das zum Beispiel für einen Konferenzraum von 48 m² Grundfläche und 2,5m Höhe, dass die Luft im 39 dBA Flüstermodus zweimal pro Stunde gereinigt wird.

Quelle: www.mice-business.de

Abbildung: Sauberluft UV-C (Foto: GoldenseaUV)

Experiment zu aktuellen Risiken von Großveranstaltungen angelaufen

Restart19Am 22. August 2020 hat der sichtbare Teil eines Experiments stattgefunden, mit dem untersucht werden soll, unter welchen Bedingungen kulturelle und sportliche Großveranstaltungen wieder möglich sein könnten. Drei Szenarien waren im Verlauf des Tages simuliert worden. Für Konzert-Atmosphäre sorgte dabei der deutsche Sänger und Songwriter Tim Bendzko.

Mit dem Projekt untersucht die Universitätsmedizin Halle mit Unterstützung der Betreibergesellschaft ZSL der Quarterback Immobilien Arena Leipzig, des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig und weiteren Partnern evidenzbasiert und mit wissenschaftlichem Studiendesign die Risiken von Großveranstaltungen in Hallen. Ziel ist es, Lösungen zu finden, wie diese wieder stattfinden könnten.

Restart-19 besteht aus mehreren Teilprojekten wie der Entwicklung eines mathematischen Modells zur Risikoabschätzung und der Festlegung von Rahmenbedingungen für eine Großveranstaltung. Nun geht es an die Auswertung der erhobenen Daten. Erste Ergebnisse werden im Herbst vorliegen und voraussichtlich in der ersten Oktoberhälfte vorgestellt. 1.500 Tracker haben in der Quarterback Immobilien Arena Leipzig kontinuierlich Daten gesendet. Jeder Teilnehmende hatte einen solchen Tracker zum Umhängen erhalten. „Das ist zwar nur etwa ein Drittel der erwarteten Probandenzahl, aber eine Datenbasis mit der wir sehr gut arbeiten können“, so Dr. Stefan Moritz, Leiter der Restart-19-Studie der Universitätsmedizin in Halle (Saale).

Das Projekt wird mit rund 990.000 Euro von den Ländern Sachsen-Anhalt und Sachsen sowie aus Eigenmitteln der Universitätsmedizin Halle (Saale) finanziert. Dem Projekt Restart-19 waren die Erarbeitung eines Studiendesigns, eines Hygienekonzepts, Förderanträge und Genehmigungen, die Rekrutierung von Probanden, die Planungen für das Experiment, das Versenden von Testkits und auch die Auswertung der Tests vorausgegangen.

Quelle: www.blachreport.de

Abbildung: Dr. Stefan Moritz, Studienleiter der Restart-19-Studie der Universitätsmedizin in Halle (Foto: Restart-19)

Anmerkung der Redaktion von eventcompanies.de: Über das Projekt Restart-19 haben wir auch am 4. August berichtet.

So könnte es gehen

Approving The Return rubber stamp. Grunge design with dust scratches. Effects can be easily removed for a clean, crisp look. Color is easily changed.In meinem letzten Beitrag „Vorwärts in die Zukunft“ habe ich die Frage gestellt, wie es für alle Protagonisten in der Live-Kommunikation weitergehen kann, wenn es um Corporate Formate geht. Zwischenzeitlich sind die Infektionszahlen gestiegen und es gibt wieder mehr Risikogebiete.

Zurück zu Events und Messen in größerem Umfang kann es nur geben, wenn es ausreichend wirksame Impfstoffe gibt und ein Großteil der Bevölkerung, auch international, durchgeimpft ist. Das wird noch dauern Die Alternative ist das Durchtesten. Aber auch hier ist die Krux, dass die jetzigen Verfahren (Bayern lässt grüßen) nicht ausreichen. Eine neue Generation an Test müsste überall verfügbar, preiswert und zuverlässig sein. Und er müsste innerhalb von weniger als einer halben Stunde ein Ergebnis zeigen. Dann könnte man auch kurz vor einer Veranstaltung oder Messe reihenweise testen. Auch da bleiben noch viele Fragen offen, aber auch diese Option ist noch nicht in Sicht.

Also bleibt es dabei, kaum ein Unternehmen wird es riskieren, dass sich Mitarbeiter, Kunden, Händler oder Journalisten infizieren. Die Frage, die ich stellte, wiederhole ich gerne: Wie kriegt man die Verantwortung des Einzelnen, aber die Finanzierung durch Unternehmen so zusammen, dass zumindest ein Teil der Live-Kommunikation wieder stattfinden kann? Ich hätte da eine Idee.

Es muss wieder Veranstaltungen geben, die Agenturen und Dienstleister realisieren. Für viele Unternehmen sind die zum einen unwirtschaftlich, zum anderen „zu riskant“. Wie wäre es also, wenn man einen Fonds gründet? In den zahlt der Bund ein, vielleicht auch die Länder, dazu die veranstaltenden Unternehmen und soweit das noch möglich ist auch die Agenturen und Dienstleister, sei es auch symbolisch. Aus dem Fond werden die Fehlbeträge gezahlt, die Events und Messen gerade unwirtschaftlich machen. Somit wird keine Untätigkeit subventioniert, sondern eine Branche für das bezahlt, was sie am besten kann. Bei der Beteiligung der Unternehmen wird es nicht leicht, aber wenn sie Live-Kommunikation als unverzichtbar ansehen, dann sollten sie ihr Scherflein beitragen.

Bleibt die Frage von Infektionsrisiko und Verantwortung. Daher sollten gezielt Events stattfinden, die nicht von den Unternehmen selbst veranstaltet werden. Aber die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Partner können die Veranstaltungen individuell nutzen. Themen wie Motivation, Strategie, Nachhaltigkeit oder Digitalisierung bieten sich an. Die Finanzierung kann über den Fonds erfolgen oder durch Beiträge der Unternehmen. Hierzu könnte man Pilotevents machen. Für Agenturen bietet sich die Aufgabe des Veranstalters an. Auch dieser Weg wird kein leichter sein, aber was sind die Alternativen? Ich gebe den Ball jetzt einfach mal weiter an FAMAB und CO. und freue mich, wenn man mich auf dem Laufenden hält.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bildquelle: Depositphotos / lkeskinen0

Studieninstitut für Kommunikation fokussiert Angebot auf Online-Unterricht

Studieninstitut NeuDas Bildungsprogramm des Studieninstitutes für Kommunikation ist mehrheitlich für den Online-Unterricht umgestaltet worden. Das neue Online-Training „Hygienebeauftragter für die Veranstaltungswirtschaft“ startet bereits in dieser Woche, gefolgt vom Online-Training „Kundenbindung“ mit Business-Coach Sandra Trost“.

Das „Tagesseminar Online-Marketing Basics“ wurde aktualisiert und ist nun als „Online-Kurs Digital Marketing Basics“ mit Google-Adwords-Experte Guido Pelzer im Angebot. Die „Basics-Kurse Eventmanagement und Kommunikation“ werden ebenfalls virtuell fortgeführt. Dazu kommen aktualisierte Kompaktkurse wie beispielsweise „Zeit- und Selbstmanagement“. Ab September stehen wieder die bisherigen Betriebs-, Fachwirt-Weiterbildungen und IHK-Zertifizierungen auf der Agenda. Auch hier wurden viele Module für den Online-Unterricht aktualisiert und aufbereitet. Im Herbst starten außerdem Kurse zur Veranstaltungssicherheit.

Quelle: www.blachreport.de

Logo: Studieninstutut für Kommunikation GmbH


Copyright eventcompanies.de 2019
Copyright eventcompanies.de 2019