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Von Sternchen und Regenbögen

Geschrieben am 14. Juli 2021.
Veröffentlicht in Allgemein.
Von Sternchen und Regenbögen

Da wir es meistens mit geschlossenen Gesellschaften in der Live-Kommunikation zu tun haben, vollzieht sich die Diskussion um Gendersternchen, Diversität und Rassismus anscheinend auf einem anderen Planeten.
Zum einen liegt das daran, dass vor allem global agierende Unternehmen einen klaren Codex haben und überwiegend auch in diesen Fragen anwenden. Entsprechend wird in der Kommunikation mit den Teilnehmenden darauf geachtet, dass Medien und andere Botschaften diese Werte und Haltungen widerspiegeln. Jedenfalls sind die Corporates da deutlich weiter und konsequenter, als die UEFA. Also alles wunderbar? Oder machen wir da ein überflüssiges Fass auf oder gar die Büchse der Pandora, wenn wir uns damit auseinandersetzen und es sogar wagen, über Gendersternchen nachzudenken?

Ich kann mir das eine oder andere Augenverdrehen schon vorstellen, dass beim Lesen dieser Zeilen, stattfindet. Aber sehen wir es positiv. Welche Branche geht so respektvoll mit den ihnen anvertrauten Menschen um? Wir achten in vielen Gewerken schon lange auf Interkulturalität (Das Substantiv heißt wirklich so). Und viele aus der LGTB-Community arbeiten inzwischen ganz selbstverständlich hinter, vor oder auf unseren Bühnen.

Ein großer Teil unserer Kommunikation ist non-verbal. Bei den Top-Events, die Maßstäbe setzen und Nachahmende finden, wird bei den bewegten Bildern längst auf Diversität geachtet. Aber sobald es um das Wort geht, wird es hakelig: wie ist zum Beispiel die korrekte Ansprache bei Pharmaevents: „Ärztinnen und Ärzte“ oder „Ärztinnen“? Zumindest sollte man bei den Auftraggebenden aktiv nachfragen, wie sie es in ihrer eigenen Kommunikation - jenseits der Stellenanzeigen – halten. Da die kurze gesprochene Pause zwischen männlicher und weiblicher Form in immer mehr Medien und institutioneller Kommunikation Eingang findet, wird die Diskussion vermutlich wie mit der großen Rechtschreibreform von 1996 enden. Eigentlich kräht da keine Hähnin mehr nach. Aber Scherz beiseite. Wenn wir neidvoll auf die Nutzenden der Englischen Sprache blicken, setzt sich vielleicht auch bei uns eine Art Neutrum durch, wenn es um den Plural geht. Vielleicht sehen das die Lesenden dieses Beitrages auch so.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bildquelle: Depositphotos_iconfinder


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