So viele Pixel waren noch nie

Samsung The Wall Bizz mit QLED 8KAuch wenn auf der ISE in Amsterdam einige Aussteller und Besucher fehlten, war die Messe doch wieder interessant. Jede Menge Pixel gab es zu sehen, feiner, engmaschiger und bei Samsung waren sie sogar nahezu unsichtbar. Die ISE ist nach eigenen Angaben die weltweit größte professionelle AV-Messe und fand vom 11. bis 14. Februar in Amsterdam statt.

LED wird auch für Messe und Event der Standard werden. Projektoren können noch so sehr strahlen, allein die Tageslichttauglichkeit und der niedrige Energieverbrauch werden für den Siegeszug sorgen. Aus inszenatorischer Sicht gibt es viele Argumente für die Leuchtdioden. Es gibt kein Problem mit Schattenwurf oder Streulicht, ob Open-Air oder Indoor.

Das beeindruckendste Bild hatte Samsungs The Wall. Für die Bilddarstellung sorgen die Displays mit selbstleuchtenden Micro-LEDs. Millionen mikroskopisch kleiner anorganischer Chips produzieren so äußerst helle und lebhafte Farben, während abgeschaltete Pixel zugleich ein echtes Schwarz ermöglichen. Durch das Anfügen weiterer Module lässt sich ein Display beliebig erweitern. Auch ungewöhnliche Wunschformate mit Seitenverhältnissen wie 9:3, 1:7 oder 5:1 werden einfach möglich. Ein durch zusätzliche Module erweitertes Display behält die Pixeldichte bei und skaliert die dargestellten Inhalte hoch. Diese Skalierbarkeit nach Oben hat nur noch Preisgrenzen.

Wird die Auflösung noch besser und die Skalierbarkeit bezahlbar, könnte Micro-LED eines Tages eine nachhaltige Alternative zu Messewänden mit Grafik werden. Dazu bräuchte es noch eine Flexibilität. Auf der EuroShop waren vom Startup LightnTec LEDs auf völlig flexiblen Planen ausgestellt, allerdings noch als LowRes-Varianten. Wenn beide Technologien zusammenkämen, das wäre doch was. Dann ließen sich Content, Inszenierung und Design frei wählen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Foto: Samsung


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