Agentur 4.0 oder die digitale Transformation

Was bedeutet eigentlich die digitale Transformation für uns? Unsere Kunden beschäftigen sich damit, das Buzzword ist vielfach Content auf unseren Events, und wir denken in Virtual oder Augmented Reality. Doch die Künstliche Intelligenz wird die Realität von Morgen sein. Und sie wird unsere Branche verändern.

Zum Anfang des Jahrtausends wurde auf Branchenkongressen die Konkurrenz virtueller Messen und digitaler Veranstaltungen beschworen und die Frage gestellt, wie schnell sie die realen Erlebnisse ersetzen. Doch mit dem Platzen der Dotcom-Blase stellte man fest, live blieb live. Auch der seit einigen Jahren beschworene Trend der „Hybrid-Events“ hält einem Reality-Check nicht stand. Über Twitter Walls und Live-Streaming kam auch diese Blase kaum hinaus.

Künstliche Intelligenz, Bots und Algorithmen wird zwar auf die Marketing-Kommunikation immer stärker Einfluss nehmen, aber der Reiz des in Echtzeit gemeinschaftlich Erlebten wird bleiben. Live-Kommunikation ist außerdem kein Massenmedium, sondern relativ „exklusiv“. Auch deshalb werden Kunden und Gäste durch die Digitalisierung nicht ersatzlos wegtransformiert. Das ist die gute Nachricht.

Die digitale Transformation wird aber viele Aufgaben übernehmen, die Routinen sind. Ob Teilnehmermanagement oder Projektgeschäft, vieles wird weg-digitalisiert werden. Damit geht es bei den klassischen Businessmodellen von Agenturen an die Substanz. Das geht noch weiter, wenn ganze Scenografien aus dem 3D-Drucker kommen, der Truck autonom nach Barcelona fährt und Roboter das Rigging übernehmen.

Auch wenn einige Werbe-Agenturen schon mit AI-Software experimentieren, liegt die Überlebens-Chance in der Kreativität, denn sie kann nicht - oder noch nicht - durch Algorithmen ersetzt werden. Genau das ist die Chance, - auch bei der Kreativität im Erfinden neuer Businessmodelle.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi


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