Der letzte FAMAB-Award

der letzte famab awardFoto: © FAMAB / Ben GrnaNach über 20 Jahren geht eine Ära zu Ende. Es fing vor 20 Jahren paradiesisch an, als erst EVA und 2001 ADAM vom Forum Marketing-Eventagenturen geschaffen wurden. Der Wettbewerb und Branchenpreis etablierte sich schnell. Die Preisverleihung wurde zu einem Fixpunkt im Terminkalender und zur nationalen Networkingplattform. Jetzt ist Schluss und ein neuer Preis und ein neues Format werden kommen.

1997 wurde der Award für herausragende Marketing-Events (Event Award EVA) erstmalig verliehen. 2001 kam der Award für ausgezeichnete Messeauftritte (ADAM) dazu. 2011 schloss sich der Award für das beste Catering an. Da sich die Branche stetig weiterentwickelt, musste auch der Award immer wieder modifiziert werden, um die gesamte Bandbreite abdecken zu können. Ein kompletter Relaunch mit Umbenennung des Awards in 2014 war die Folge sowie weitere kontinuierliche Anpassungen. Im Jahr 2017 hat der FAMAB AWARD die Hauptkategorien ARCHITECTURE, EVENT, CROSS, CRAFTS und SPECIAL mit insgesamt 19 Unterkategorien.

der letzte famab award 2Foto: © FAMAB / Ben GrnaIn den 19 einzelnen Kategorien gab es im 21. Award-Jahr insgesamt 126 Einreichungen, von denen 39 am 23. November 2017 im Forum am Schlosspark in Ludwigsburg einen Preis erhalten haben. Sechs Arbeiten wurden mit einem goldenen, 13 mit einem silbernen, 18 mit einem bronzenen und zwei mit einem weißen Apfel ausgezeichnet. Keine Einreichung gab es in der Kategorie Best Sustainable Process, und die Einreicher der Kategorien Best Charity / Social / Cultural Event und Best Catering gehen in diesem Jahr leer aus.

Die Awardshow, für die sich erstmalig keine Agentur gefunden hatte, war Dank des zeitgemäßen Bühnen-, Medien-  und Lichtdesigns ein würdiger Abschluss. Sie nutzte theaterhaft die gesamte Tiefe des Bühnenraumes. Sowohl für die Auftritte der Preisträger, als auch für die Showacts gab es eine angemessene szenografische Inszenierung.der letzte famab award 3Foto: © FAMAB / Ben Grna

Aber der FAMAB-Award ist tot, es lebe, - ja was denn? Man muss gespannt sein. Mit dem „International Festival of Brand Experience“, rufen die Initiatoren BlachReport, BOE, FAMAB und Studieninstitut für Kommunikation nun gemeinsam ein neues Format ins Leben. Dabei wird Dortmund zukünftig der Austragungsort  des Festivals. Damit geht man mit der Zeit, in der Kongresse zum Festival „erklärt“ werden. Manche sind Etikettenschwindel oder der sprichwörtliche alte Wein in neuen Schläuchen.  Es wird spannend, ob der ehrgeizige Anspruch eines internationalen Festivals eingelöst werden kann. Da ist der EuBEA auf europäischer Ebene einen Schritt voraus.

Man kann es der Branche und den Initiatoren nur wünschen, dass der Plan aufgeht, wenn am 8. Januar 2019 das Festival am Tag vor der BOE Welturaufführung hat. Eine inhaltliche Veranstaltung für die Live-Kommunikation fehlt. Das war vor 20 Jahren anders, als der „Deutsche Eventtag“  der Preisverleihung vorgeschaltet war. Protagonisten und Besucher belegten die Relevanz. Wenn das dem Festival auf nationaler Ebene gelänge, dann wäre das kein Rück-, sondern ein Fortschritt.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi


Copyright eventcompanies.de 2019
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