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Ein trüber Rückblick

Geschrieben am 30. April 2021.
Veröffentlicht in Allgemein.
Ein trüber Rückblick

Normalerweise freue ich mich auf die Jurytätigkeit beim ADC. In der Eventjury gilt es normalerweise 60 oder 70 Einreichungen zu beurteilen. Das geschah bisher live. So entspannten sich viele Diskussionen an dem, was man in Videos und auf Pappen sah: Grundsatzdiskussionen über das, was Event noch sein kann oder nicht mehr ist. Oder über gewisse Evolutionen der Live-Kommunikation.

Im letzten Jahr fand die Jurysitzung erstmals und ausschließlich Corona-bedingt digital statt. Immerhin waren alle eingereichten Projekte aus der Prä-Pandemie-Zeit. So gab es für zwei Tage Juryarbeit genug zu tun, quantitativ wie qualitativ.

Als der Termin zur diesjährigen Juryarbeit kam, schwante mir schon Arges. Erstmalig war nur ein Tag angesetzt. Normalerweise wird am ersten Tag die Shortlist gebildet, aus denen dann am nächsten Tag das Edelmetall der ADC-Nägel destilliert wird.
Im zweiten Jahr gibt es jetzt ein digitales Pre-Voting, das 2020 noch üppig war.

Ohne zu viel zu spoilern, die digitale Vorauswahl ist kurz. Sie spiegelt die Realität wider, denn 2020 war ein trübes Jahr fast ohne jede Live-Kommunikation. Digitale Ersatzmaßnahmen, rein online oder hybrid, gab es reichlich, aber auch hier findet sich wenig bei den Anwärtern auf zumindest eine Auszeichnung. Und ob diese auf dem Niveau einer Pandemie geschuldeten kommunikativen Ersatzbefriedigung bleiben oder echte Lust auf mehr machen, darf ich nach meinem Pre-Voting als ADC-Juror noch nicht verraten. Ich bin auf die Diskussionen gespannt, ob man großzügig den Mut überhaupt etwas getan zu haben belohnt oder, ob die gleichen strengen Maßstäbe wie immer gelten. So wird aus dem Rückblick ein Ausblick.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bild: Art Directors Club für Deutschland (ADC)

 


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