Wenn nichts passiert, passiert was

Lotus PoseLinkedin und Xing-Mitteilungen bringen es an den Tag. Ein Exodus der Denker und Macher der Live-Kommunikation hat begonnen. Die Branche ist in Gefahr auszubluten. Der Aderlass ist tiefrot, wie die gleichnamige Alarmstufe. Coaching, Yoga, Food und Gastronomie gehören zu den neuen Bestimmungen. Messebauer bauen Bullis aus. Was nach Selbstverwirklichung aussieht, ist aus der Pandemie-Not geboren. Den irgendwann sind die Rücklagen oder die unzureichenden Corona-Hilfen aufgebraucht, ebenso wie die Hoffnung, dass es ein Back to Business für alle gibt. Wer jetzt schon auf Grundsicherung ist, will schnellstmöglich heraus. Und so viele Streamingspezialisten oder Hygienebauftragte braucht die Branche auch nicht.

Natürlich ist dieser Trend nicht irreversibel, ein Zurück in die langjährige Berufung und den Beruf machbar. Das setzt „nur“ voraus, dass es diese Jobs wieder geben wird. Aber vielleicht ist es dann auch eine Chance, wenn neue Erfahrungen und Begegnungen nicht nur in die eigene Persönlichkeitsentwicklung einfließen, sondern auch der Live-Kommunikation zugutekommen.

Leider ist der Schritt zu neuen Ufern kein selbst gewähltes und abgesichertes Sabbatical. Aber vielleicht könnte auch das ein Modell sein, die Menschen darin zu fördern sich temporär neu zu orientieren und neue Erfahrungen zu machen, neue Kenntnisse zu erlangen, die auf jeden Fall ein Gewinn für alle Beteiligten ist?

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bildquelle: Depositphotos - Stockbild


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