Zeit für mehr Kontakt

Video conference. Online meeting work form home. Home office. Multiethnic business team. Stay at home and work from home concept during Coronavirus pandemic.Nach dem Lock-Down kommt logischerweise die Öffnung. Doch die erfolgt deutlich uneinheitlicher, um nicht zu sagen chaotischer. Aber vielleicht macht es Sinn, sich schon mit einigen Gedanken vorzubereiten. Eine kleine Serie erscheint an dieser Stelle mit einigen Gedanken.

Während die Kontaktsperre noch besteht, werden die Glasfaserkabel der Telekommunikationsunternehmen zum Glühen gebracht, sei es das Festnetz wegen der vielen plötzlichen Homeoffices oder das Internet wegen Zoom, Teams & Co. Wir suchen nicht nur auf diesem Wege die - virtuelle - Nähe, wir brauchen sie auch.

Denn niemand ist gerne allein. Hat man sonst kaum für Networking und Weiterbildung Zeit gehabt, ist es jetzt wichtig sich über den Tellerrand zu bewegen, natürlich mit gebührendem Sicherheitsabstand. Auf Dienstleisterseite ist nach wie vor Flaute. Das Ersatzgeschäft in virtuelle Dienste, Catering to go oder Innenausbau, ist mehr Beschäftigungstherapie, als dass die Existenznöte damit wesentlich gelindert werden können.

Auf Kundenseite sieht es deutlich heterogener aus. Die einen sind im extrem auf 100% Kurzarbeit ohne strategische Perspektiven, bei den anderen dreht sich das Rad noch schneller als vor Corona. Man und frau wird von allen Seiten und Dienstleistern bedrängt, jetzt genau mit ihnen digitale Events oder Messeauftritte zu machen. Ein Streaming-Studio nach dem anderen eröffnet und Webinare und Online-Events brauchen Teilnehmer, dienen aber kaum versteckt der Akquise.

Doch die drängendere Frage ist doch, wie verteidigt man das, was man in den letzten Jahren oder Jahrzehnten aufgebaut hat? Wenn jetzt die Formate einerseits nicht mehr stattfinden und andererseits die Umsätze deutlich zurückgehen? Und die Lage unüberschaubar bleibt?

Wichtig wäre da der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Unternehmen. Für alles Mögliche gibt es Clubs und Verbände, für die Entscheider über die vielen und großen Budgets nichts.

Der junge #MeetExpoClub wäre vielleicht eine solche Plattform. Kooperationspartner ist der m+a report. Es ist eine akquisefreie Zone für „Messemacher unter sich“. Das ist, bei strikter Einhaltung, sicherlich dem Austausch förderlich. Auch wenn das Gespenst Corona bald nicht mehr in Europa und der Welt umhergeht, macht die Vereinigung der Messe- und Eventmacher auf jeden Fall weiter Sinn.

PS: Ein Wort am Ende. Ich höre von vielen Dienstleistern, dass ihre Rechnungen nicht bezahlt werden. Das sind wahrscheinlich nur einige sprichwörtliche „schwarze Schafe“. Wer morgen noch Partner haben will, sollte seine alten Rechnungen begleichen.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi
Bildquelle: Depositphotos / galaktika_new


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