Nach der Krise ist in der Krise

The Mercury shot from space showing all they beauty. Extremely detailed image, including elements furnished by NASA. Other orientations and planets available.Man müsste Virologe sein oder Astrologe. Entweder wäre man von jeder Talkshow gebucht oder wüsste von den Himmelskörpern, wann denn die Post-Corona-Normalität wieder genau beginnt. Doch sowohl der Impfstoff als auch der Wiederbeginn von Großveranstaltungen stehen in den Sternen. Zwar beeinflusst der Merkur, der Planet und Schutzpatron der Händler und Reisenden, am 31. August 2020 das Horoskop. Bis zu diesem Stichtag bleibt das Verbot für Großevents in Deutschland auf jeden Fall bestehen. Aber ob die Aufhebung des Verbotes kommt, kann niemand sagen.

Das macht es für unsere Branche schwer, denn es ist nichts planbar. Werden eine IFA oder eine verlegte Light+Building unter diesem unsicheren Stern überhaupt stattfinden? Oder wird ein Aussteller bewusst das Risiko eingehen, mitten im Messe-Aufbau noch einmal einen Totalausfall zu riskieren? Und auch bei geplanten Events wird wahrscheinlich der Aufwand deutlich reduziert, um im Falle einer Absage keinen zu großen Schaden zu haben.

Die Hilfen der Politik auf den verschiedensten Ebenen werden zwar nachgebessert, aber für den Mittelstand gibt es weiterhin nur Kredite. Nachgelegt wurde jetzt der KfW-Schnellkredit mit 100% Übernahme der Haftungsrisiken durch den Bund, dafür aber mit einer relativ hohen Verzinsung.

Bei den jetzigen Lockerungen werden Messen und Events nicht berücksichtigt. Dabei ließen sich BotoB-Projekte, die einen reinen geschäftlichen Anlass haben, Abstandsregelungen, Zuschauermengen und Hygiene-Standards einhalten und kontrollieren. Was bei Obi und Aldi geht, sollte man auch auf einem Messegelände oder in einer Kongress Location hinbekommen. Aber das überschaubare Risiko will man in der Politik offensichtlich nicht auf sich nehmen. Es bleibt natürlich auch die Frage, ob ein Unternehmen als Veranstalter oder Aussteller diese Verantwortung übernehmen würde.

So bleibt es bei dem zweitgrößten Experiment, das die globale Wirtschaft je erlebt hat. Das allergrößte findet seit über 150 Jahren tagtäglich weiter statt, die menschgemachte Klimaveränderung. Aber das ist ein anderes Thema.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bildquelle: Depositphotos - Autor: Shad.off


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