Bitte wieder auf die Überholspur

Festival per la Cultura SeguraDie „Kollateralschäden“ der Corona-Pandemie werden immer größer

Während die Bundesregierung ausschließlich auf den Inzidenzwert starrt und diesen auch weiter als Maß aller Dinge festlegt, auch bei der anstehenden Verschärfung des Infektionsschutzgesetzes, verpasst sie weiterhin die Chance die psychischen und wirtschaftlichen Schäden der Pandemie – auch für die Live-Kommunikation - in Grenzen zu halten.

Andere Länder sind bald durchgeimpft und können Messen und Veranstaltungen wieder stattfinden lassen. Aber selbst Staaten, die noch nicht so weit sind, suchen kreative Lösungen.
In Barcelona gab es gerade ein Konzert mit 5.000 Besuchern in der Location „Palau de Sant Jordi“. Vor und währenddessen galten strenge Schutzmaßnahmen, die von einem Ärzteteam überwacht wurden. Alle Fans mussten erst am Vortag einen Schnelltest machen. Dazu hatte man drei Diskotheken zu Testzentren umgewandelt. Für die drei Zonen des Zuschauerbereichs in der Location gab es je eigene Eingänge, Barbereiche und Sanitäranlagen. Die Zuschauer durften nicht von einer Zone in die andere wechseln. Das Tragen von FFP2-Masken war Pflicht und als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wurde eigens eine besonders leistungsfähige Lüftungsanlage installiert.

Davon sind wir weit entfernt. Dabei hatte es mit dem Test-Event „Back to life“ oder dem Corona-Test-Konzert mit Tim Bendzko im letzten Sommer hoffnungsvoll begonnen. Nichts hat sich bei uns seither wirklich getan, außer dass jetzt der dritte Lockdown kommen wird, wo der zweite noch nicht einmal beendet ist.

Also bleibt es bei #alarmstuferot. Es gibt schlicht keine Perspektiven und sie interessieren die Bundesminister Altmaier oder Scholz nicht. Denn der Blick auf den Dax mit seinem Rekordstand und die Wirtschaftsdaten fällt ja gar nicht so schlecht aus. Nüchtern analysiert das Wirtschaftsministerium: „Die wirtschaftliche Lage präsentiert sich bis März zweigeteilt: Während die Dienstleistungsbereiche nach wie vor durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie eingeschränkt sind, zeigt sich die Industriekonjunktur bis zuletzt robust.“ https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Dossier/konjunktur-und-wachstum.html Damit täuscht man sich in Berlin über unsere Branchenprobleme hinweg.

In China findet bald die Auto Shanghai vom 21. bis 28. April statt. Sogar in Spanien, Großbritannien oder den Niederlanden gibt es Öffnungsperspektiven für Messen.

Intelligente Modellprojekte wären sinnvoll. Bei den Schulen vertraute man schon vor Ostern auf Teststrategien mit Selbsttests bei Schülerinnen und Schülern. Der Ansatz ging aus rein organisatorischen Gründen in die Hose. Aber wenn die Event- und Messe-Industrie das für sich in die Hand nimmt, wird dies funktionieren, das zeigte ja schon die Initiative „Bremen impft“. Bei der Impfquote ist der Stadtstaat spitze.

Aber selbst bei der geplanten und dann abgesagten #alarmstuferot-Demo am 11. April in Düsseldorf trauten die Behörden unserer Branche nichts zu und verboten Musikbeiträge und mehr als 250 Teilnehmer.

Was völlig fehlt ist Kreativität. In Moskau kann man sich inzwischen beim Opernbesuch impfen lassen. Der Operndirektor sieht darin die Chance für Veranstaltungen. Natürlich ist das eine kleine Beispiel nicht flächendeckend übertragbar. Aber es kann doch nicht die Lösung sein seit 12 Monaten immer nur darüber nachzudenken, was nicht geht.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Foto: Festival per la Cultura Segura

Studieninstitut bietet IHK-Lehrgänge hybrid und online an

Studieninstitut shutterstock.com marventEinstieg in die Frühjahrs-Starts noch möglich

Das öffentliche Leben ist noch immer bestimmt von Lockdown-Beschränkungen und Corona-Regeln: Wieso also nicht die Zeit nutzen und sich per Fernlehrgang weiterbilden? Sicher, bequem und mit ausgewiesenen Experten vor dem eigenen Bildschirm, denn der Unterricht findet auch digital statt! Bei den folgenden Fernlehrgängen können Sie beim Studieninstitut noch in den Frühjahrs-Termin einsteigen:

Eventmanagement: Neue Inhalte

Die Lehrgänge zum/zur Eventmanager/in (IHK) sowie zu/zur Veranstaltungsfachwirt/in (IHK) wurden mit aktualisierten Inhalten auf den Re-Start der Veranstaltungsbranche angepasst – Online-und Hybrid Events werden nun ebenfalls neben den bekannten Live-Formaten vermittelt.

Der Eventmanager-Lehrgang kann berufsbegleitend über neun Monate mit vier Seminartagen, sechs Lehrheften und fünf Online-Trainings absolviert werden. Der Einstieg ist in Düsseldorf noch bis zum 07.05.2021, in München sogar bis zum 15.05.2021 möglich. Infos unter www.studieninstitut.de/eventmanager.

Übrigens: Wem der neunmonatige Lehrgang zu lang ist und wer sich das Wissen schneller und komprimierter aneignen möchte, für den ist der Kompaktlehrgang Eventmanagement im Juli (Seminartage vom 05.07. bis 16.07., IHK-Prüfung am 31.08.2021) genau das Richtige! Infos unter www.studieninstitut.de/eventmanager-kompakt.

Der Fernlehrgang zum/zur Veranstaltungsfachwirt/in (IHK) läuft insgesamt über 18 Monate, aufgeteilt in 16 Seminartage, 13 Lehrhefte, zwei Fallstudien sowie zwei Webinare. Der Einstieg ist in Düsseldorf noch bis zum 28.05.2021, in München bis zum 29.05.2021 möglich. Infos unter www.studieninstitut.de/veranstaltungsfachwirt.

Kommunikationsmanager: Der Allrounder

Als Kommunikationsmanager/in leiten Sie die interne sowie externe Unternehmenskommunikation, sind verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und entwickeln Strategien und Kampagnen sowohl für die Live- als auch für die Online-Kommunikation. Der Lehrgang verläuft berufsbegleitend über neun Monate und besteht aus vier Seminartagen mit sechs Lehrheften sowie sechs Online-Trainings. Der Einstieg ist bis zum 07.05.2021 möglich. Mehr Informationen gibt es unter www.studieninstitut.de/kommunikationsmanager.

Musikbusiness: Bundesweit einzigartige Qualifizierung

Gut vorbereitet sein, wenn es wieder laut wird: Wer sich in der Musikbranche professionalisieren und den nächsten Schritt gehen möchte, für den ist der Lehrgang zum/zur Musikfachwirt/in (IHK) die richtige Wahl! Die zwölfmonatige Weiterbildung ist bundesweit einzigartig und gegliedert in sieben Seminartage, sieben Lehrhefte und 50 Webinare. Hier ist der Einstieg noch zum 28.05.2021 möglich. Unter www.studieninstitut.de/musikfachwirt gibt es alle weiteren Infos.

Interessierte können sich bei Fragen gerne auch direkt an das Studieninstitut-Beratungsteam wenden: 0800/77 92 37-0 (bundesweit kostenfrei) oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Autor: Studieninstitut für Kommunikation GmbH

Fotonachweis: ©shutterstock.com/marvent

Branchenevent „Forward Together 2021 Europe” findet im April statt

Exvo allseatedDie zweite Auflage des bereits im Januar im US-amerikanischen Markt durchgeführten Events soll am 22. April die europäische Live-Eventbranche zusammenbringen. Dafür hat sich Allseated mit Partnern wie Imex, Locations Messe, German Convention Bureau, Meet Germany und Verbänden der europäischen Veranstaltungsbranche wie ICCA, EVVC, degefest und weiteren zusammengetan.

Referenten geben Impulse und Themenbereiche im 3D-Raum sorgen spielerisch für Interaktion und Diskussionen zu den Zukunftsthemen der Branche.
Allseated präsentiert seine virtuelle Plattform Allseated exVo. Damit lassen sich realitätsgetreue digitale Zwillinge von Locations aus verschiedenen Städten und Ländern mit dem eigenen Robot-Avatar “erkunden“.

Quelle: www.blachreport.de

Beauftragen Sie ein FAMAB-Mitglied, wenn Sie als Kunde eine Veranstaltung planen!

FAMAB Logo 21Denn ein FAMAB-Mitgliedsunternehmen ist organisatorisch abgesichert und somit ein verlässlicher Partner – auch in Krisenzeiten!

Die Pandemie löst(e) bei Auftraggebern - hinsichtlich der Beauftragung von Messe- und Eventkonzepten - oftmals eine große Unsicherheit aus. Dazu beizutragen, dass der Kunde ein Stück Sicherheit zurückgewinnt, hat sich die im vergangenen Herbst gegründete FAMAB „Fokusgruppe – Eine starke Gemeinschaft“ zur Aufgabe gemacht.

Das Bemühen um Qualität, Sicherheit, Transparenz und Nachhaltigkeit sind elementare Bestandteile der FAMAB-DNA. Mitglieder handeln nach strukturierten Qualitätsvorgaben. Dafür sorgen ein qualifiziertes Aufnahmeverfahren und ein verbandseigener Qualitätskodex. Daraus erwächst ein WIR-Gefühl nach innen und ein klarer Wettbewerbs-Vorteil nach außen. Denn Lieferanten und Kunden bekommen ein wichtiges Signal: Bei FAMAB-Mitgliedern ist man auf der sicheren Seite - auch in Pandemiezeiten! Eine schriftliche Handlungsempfehlung des FAMAB zum „Hygiene- / Kontaktschutz für Auf- / Abbau und Standbaukonzepte in CORONA-Zeiten“ geben Orientierung - ebenso wie bereits bestehende Konzepte von Veranstaltern.

Gegenseitiges unterstützen und aushelfen, wird in der Mitgliedschaft großgeschrieben – ganz gleich, ob es ggf. zu einer Ressourcenknappheit kommt oder es eine Unterbrechung von Lieferketten gibt. FAMAB-Mitglieder garantieren die 100%ige pünktliche Fertigstellung eines Projektes.

Überall dort, wo Unternehmen und Marken erlebnisorientiert kommunizieren, ist der FAMAB inhaltlich strukturiert aufgestellt und verbindet Stakeholder.

Im FAMAB treffen sich unterschiedlichste Unternehmen aus dem gesamten Spektrum der Veranstaltungswirtschaft: Von der rein kreativen und konzeptionell arbeitenden Agentur über unterschiedlichste Logistik-Dienstleister, bis hin zum vollstufigen Messebauunternehmen. Hier wird die Bandbreite von Märkten und Anbietern zusammengeführt und der Dialog zwischen Marken und Zielgruppen gefördert. Der FAMAB kann somit Communities vernetzten, und Menschen und Unternehmen verbinden, selbst wenn ein Kunde die Ausführungsleistung der beauftragten Dienstleister durch einen (Teil-)Shutdown in Gefahr sieht.

Autor und Logo: FAMAB e.V.

Mehr Frauen-Power

Depositphotos KrakenimagesAuch in unserer Branche gibt es die „sogenannte Gläserne Decke“. Führungspositionen und Inhaberschaften sind meist männlich besetzt. Das hat viele gesellschaftliche Ursachen, denn in den Unternehmen sieht es nicht viel anders aus, - auch nicht durchgängig in der Politik, obwohl es dort Quoten und Paritätszwang gibt.

Der Frauenkampftag ist vorbei und beim Art Directors Club für Deutschland poppte in den sozialen Medien die Diskussion und Kritik auf, dass in vielen Jurys die männlichen Jurymitglieder überwiegen. Einerseits sind 90 Prozent der ADC-Frauen in einer Jury. Aber angesichts von einer Quote von nur 16,7 Prozent bei den Mitgliedschaften ist das kein Ruhmesblatt. Auch dass mit Dörte Spengler-Arens erstmalig eine ADC-Präsidentin dem Kreativen-Club vorsteht, die sich schon seit vielen Jahren für Kolleginnen im Club und auch für mehr in den Club reinsetzt, kann über das strukturelle Problem nicht hinwegtäuschen. Auch in der Live-Kommunikation sieht das nicht anders oder besser aus. Im FAMAB-Vorstand ist gerade eine Frau vertreten. Dabei sieht es in den Agenturen oft anders aus, denn im Projektmanagement - und immer häufiger auch in der Kreation - arbeiten viele Frauen. Die stoßen immer wieder an die sprichwörtliche „gläserne Decke“.

Noch regiert Corona und hält die Branche in Kurzarbeit. Aber es ist absehbar, dass der „war for talents“ wiederkommt. Vielleicht sollten wir die Zeit besser nutzen, um zum Beispiel Kinder und Jobs und damit auch Top-Jobs besser vereinbar zu machen. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass wir diese Chance ergreifen. Vielmehr unterstützen gerade die Frauen die Kids mehr beim Homeschooling, trotz Home-Office beider Eltern. Ich freue mich, wenn mich dieses Gefühl trügt und es weitgehend anders ist. Die Chancengerechtigkeit ist kein politisches oder gesellschaftliches Gedöns. Dass so viele Männer in Werbung und Live-Kommunikation erfolgreich sein konnten, gerade auch als Unternehmer, haben sie oft genug ihren Partnerinnen zu verdanken, die ihnen den Rücken freigehalten haben. Einige Ausnahmen bestätigen dieses strukturelle Problem. Von daher wäre mehr Frauenpower und weniger „gläserne Decken“ ein Ziel, das schnell verwirklicht gehört. Denn auf der Agenda stehen auch KIimaschutz und Diversität. Schaut man sich die ADC-Jurorinnen und Juroren an oder die FAMAB-Vorstände, da findet sich ein extrem homogenes Zerrbild einer längst viel bunteren Realität.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

Bildquelle: Depositphotos / Autor: Krakenimages.com


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