Wo sonst die Jedis kämpfen

LichtburgFoto: Lichtburg EssenKinosäle sind eigentlich fast perfekte Locations. Neben der räumlichen Infrastruktur bieten sie oft schon die digitale Projektionstechnik in 4K samt wummerigen Soundsystemen. Für größere Events mit Plenum und Breakouts sind Multiplexkinos mit mehreren Sälen geeignet. Natürlich haben sie aber auch Nachteile. Es kommt auf die Botschaften an, wie beim Kinofilm auch.

Februar ist Berlinale-Zeit in Berlin. Der rote Teppich ist ausgerollt. Das CinemaxX am Potsdamer Platz ist die Hauptlocation für das Festivalprogramm. Anfragen für Corporate Events spart man sich für diesen Zeitraum. Ansonsten kann so ein Kinopalast schon die richtige Location sein: nicht nur für deutlich angestaubte Themenevents wie Filmgala, James-Bond oder Starwars. Auch contentlastige Tagungen sind drin. Auf die Aufgabe und die Idee kommt es an.

CinemaxX bietet neben dem prominenten Flaggschiff allein fast 30 Standorte deutschlandweit. Echte Synchronevents mit halbwegs vergleichbarer Location, Infrastruktur und Ausstattung werden so möglich. Doch Achtung, die Häuser sind für den Lichtspielbetrieb ausgelegt. Die festen Sessel mit den starren Stufen, wenig Bühnenfläche, kaum Veranstaltungslicht, die speziellen Soundsysteme und wenig Cateringfläche muss man in Kauf nehmen oder viel Geld in die Hand nehmen. Aber das will man ja eher sparen, wenn man in so eine “Plug&Play“-Location geht.

Lichtburg1Foto: Lichtburg EssenDoch  es gibt auch noch die „alten“ Filmpaläste wie die Essener Lichtburg. Mit 1250 Plätzen ist sie nicht nur Deutschlands größtes Filmtheater, die Kino-Ikone ist mit ihrem Flair auch ein Premierentheater von überregionaler Bedeutung. Die große, technisch gut ausgestattete Theaterbühne hinter der vollständig verfahrbaren Kinoleinwand (150 qm und digitale 4K Projektion) in Kombination mit der speziellen Atmosphäre ermöglichen ein breites Veranstaltungsspektrum. Leider haben viele andere historische Kinobetriebe ihre „Last Picture Show“ hinter sich oder wurden sehr unauthentisch renoviert.

Ein anderer „cineastischer“ Klassiker, auch für Events, ist das Autokino. Echte Drive-ins gibt es kaum noch. Dafür kommt Moviescreens mit seiner Infrastruktur dahin, wo die Bilder laufen sollen. Oft wird das für gesponserte Kinovorstellungen regulärer Filme genutzt, zum Beispiel von den Stadtwerken Solingen für ihre Strom- und Gaskunden. Aber da ist viel mehr möglich. Eigentlich verwunderlich, dass das Format kaum für Fahrveranstaltungen genutzt wird.

Autor: Stephan Schäfer-Mehdi

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