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Die Awardsaison ist eröffnet

BewegtesLand DatenstrudelProjekt "Bewegtes Land", Foto: DatenstrudelMit dem ADC-Wettbewerb, der Jurierung und der Awardshow begann die Auszeichnungs-saison für Live Kommunikationsprojekte. Was können wir erwarten?

Der Ausblick ist eigentlich ein Rückblick. Die Events-Jury des ADC saß zwei Tage in Hamburg zusammen, um aus über 80 Einreichungen die besten Live-Kommunikationsprojekte unter dem Aspekt der Idee zu bewerten und auszuzeichnen. Dabei wurden Projekte aus 2017 analysiert.

Automobilprojekte- und Messen sind nach wie vor die Mutter der Events. Allerdings muss man feststellen, dass Mut fehlt neue Weg zu gehen. Was man der deutschen Autoindustrie in Hinblick auf neue Antriebe nachsagt, trifft jedenfalls auf all die klassischen Formate zu. Ob Händlertagung, Presse-Event oder Training: „Same procedure as last year? Same procedure as every year.“, um es mit den beiden Protagonisten von Dinner for One zu sagen. Von Robotern bewegte Autos, Mapping, Mapping, Mapping mit gefällig-pathetischen Klängen, handwerklich wie wahrscheinlich budgetär auf höchstem Niveau.

BewegtesLand Robert GrtnerProjekt "Bewegtes Land", Foto: Robert GärtnerErfrischend anders ist dagegen das Projekt „Bewegtes Land“, bei dem es um das Zugfahren durch das Saaletal in einer eher strukturschwachen Region geht. Das von dem Künstlerduo Datenstrudel und der Initiative Hohes Gut e.V. - in Zusammenarbeit mit JenaKultur, dem Kunstfest Weimar und der Bauhaus Universität Weimar - initiierte und realisierte Projekt hätte der Deutschen Bahn gut zu Gesicht gestanden. Jury und Award Show-Besucher waren überrascht, dass sich kein Konzern oder keine große Werbeagentur hinter dem Projekt verbarg. Kleine abstruse, dramatische oder humorvolle Szenen, die nur beim Blick aus dem Zugfenster sichtbar wurden, und das alles in der Landschaft entlang der Bahnstrecke im Saaletal. Dafür gab es sogar einen Grand-Prix als höchste Auszeichnung beim Wettbewerb.

 

 

Vielfalt EdekaProjekt "#Vielfalt", Foto: EdekaNoch eine Bemerkung zum Thema Mut. Es gab einige, zum Teil sicher Pro-bono- und reine Awardprojekte zum Thema Rassismus. In der Eventjury wurde das Edeka-Projekt #Vielfalt ausgezeichnet. Ein Hamburger Edeka-Markt hatte fast alle Regale ausgeräumt und stattdessen Botschaften platziert : "So leer wären unsere Regale ohne Ausländer". Dann folgte die Auflösung, dass nur mit deutschen Produkten die Regale ziemlich leer bleiben. Es nicht nur sympathisch, sondern wichtig, dass Kunden und Agenturen Haltung beweisen und zeigen. Der Jury war es einen Gold-Nagel wert. Für die Jurysitzung 2019 wünsche ich mir mehr überraschende und mutige Beiträge.

Mal schauen wie die nächsten Jurys die gleichen Projekte bewerten. Schade in dem Zusammenhang, dass 2018 der FAMAB-Award nicht mehr stattfindet.

Der Autor - Stephan Schäfer-Mehdi - ist seit 2006, bis auf eine Ausnahme, in der ADC-Jury.

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